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Termin: 13.06.2009 - 27.06.2009
Teilnehmer: Herbert- aus Freiburg- zum dritten Mal dabei Britta - aus Dortmund - zum zweiten Mal dabei Camilla - aus Mannheim Badhra - aus Freiburg Jens - aus Geislingen Anita, Andrea, Helga - aus Zürich Birgit - aus Castrop Rauxel Janina - aus Alsfeld Mustafa - Ranchbesitzer und Trailführer Beate - Ranchbesitzerin und Begleitfahrzeugführer Kinder Efe und Enes Hunde Beagle Musti und Border Collie Yayla
Tja, wie bringt man 2 Wochen voller Eindrücke und Abenteuer aufs Papier, damit sich all die anderen Fans von Natur und Tieren, ein Bild machen können. Es ist schwer, denn jeder sieht es aus einem anderen Blickwinkel, aber ich (Beate Deniz-Ranchbesitzerin) will es versuchen.
Trailritt zum Tal der Wildpferde: Wir starteten unsere diesjährige Tour ganz in der Nähe der Ranch ca. 20km hinter dem Urlaubsort Ilica / Kumköy. Unsere 9 Pferde wurden vom Transporter abgeladen und schon begann das Reisefieber zu steigen. Die Pferde wieherten und los gings zur ersten Etappe von 26 km bis zur alten Kervanserei Kargihan.
Dort schlugen wir , wie im letztem Jahr auch, unser Camp mitten im Innenhof auf. Wir konnten uns alle somit gut in die Szenen des Altertums versetzen, in dem auch schon damals die Karavanen Nachtstation machten, um sich für den nächsten Tag auszuruhen. Nach einem erholsamen Bad im kleinem Flüsschen waren alle Spuren von Müdigkeit verwischt. Der dort zuständige Bürgermeister empfing uns herzlich und erzählte uns am Lagerfeuer alte Geschichten über Kargihan, denen wir gespannt zu hörten.
Am Morgen nach Frühstück und Kaffee gings im flotten Trab immer den Spuren der alten Karavanen folgend, den Bergpass hoch. Schon nach 3 Stunden hatten wir eine Höhe von 1500m erklommen. Sahen das Meer in der Ferne blinkern. Hinter einer Felsenschneise ging es dann weiter in Richtung Taurus mit seinen unentlichen grünen Ebenen und kühlerer angenehmer Luft, welche nach frischen Kräutern roch. Wir atmeten tief durch und fühlten uns gleich wohler. Und dann begann das Abenteuer. Wir kamen bei den Schafhirten vorbei und ab und zu hatten diese ihre Maulesel nicht angebunden, was unsere Hengste etwas irritierte. Aber sie blieben cool und trabten gelassen weiter. Und dann sahen unsere neuen Gäste zum ersten Mal das Tal der Wildpferde vom Berghang aus. Wir begannen den kleinen Abstieg und erreichten in einer Stunde das Camp. Welches an einem Berghügel gelegen mit super Ausblick über das Tal mit seinen Tieren hatte. Auch unsere Pferde fanden den Blick gut und wieherten den vorbei ziehenden Rinderherden zu. Die Spannung stieg und alle wollten die Wildpferde sehen. Aber sie liessen uns warten. Erst am späten Abend kamen sie zur Tränke. Voran der Hengst gefolgt von der Leitstute und hinten dran die Herde. Etwas beunruhigt durch die fremden Pferde checkte der Hengst erstmal die Lage und entschied sich die Herde zur Tränke zu lassen, da er wohl merkte, das keinerlei Gefahr bestand. Aufgeregt beobachteten unsere schweizer Stadtmädels dieses Spektakel. Sie glaubten nämlich nicht, das es sie wirklich gibt. In netter Runde am Lagerfeuer feierten wir und freuten uns auf den nächsten Tag.
Dieser begann mit Kuhglocken, Ziegengemecker und Schafsgeblöcke in der früh um 6.00uhr. Denn alle Tiere kamen zur Tränke. Anschliessend zogen sie gelassen und teils neugierig an unseren Zelten vorbei. Bei Britta schaute sogar eine Kuh zur Tür rein. Erst dachte sie die Kinder spielen ihr einen Streich, aber nein es war wirklich eine Kuh. Nach einem leckerem Frühstück sattelten wir die Pferde und auf gings ins Abenteuer. Wir machten uns auf die Suche nach den Wildpferden und ritten kreuz und quer durch das wunderschöne Tal. Da waren sie entlich. Unter uralten grossen Bäumen standen sie zusammen im Schatten. Unsere Hengste wieherten aufgeregt und wussten nicht wohin sie laufen sollten. Das Herz sagte ihnen, laufen wir in die Freiheit, und der Verstand sagte, hören wir lieber auf den Reiter und halten Abstand. Die wilden Pferde staubten auseinander und wir hatten etwas Mühe die Situation zu begreifen und wussten nicht was wir machen sollten. Mustafa unser Trailführer rief uns zu, ihm zu folgen und zusammen zu bleiben. Damit wir nicht Gefahr kamen, vom wilden Hengst angegriffen zu werden. Oje, das gab Adrenalin. Uns zitterten die Knie. Dank unserer erfahrenen Pferde beruhigte sich schnell wieder alles und wir ritten dem nächsten Abenteuer entgegen. Wir wollten versuchen wie ein paar echte Cowboys eine Rinderherde zusammen zu treiben und ein Stück des Weges mit ihnen zu ziehen. Da dies weniger gefährlich war, hatten wir schnell Spass dabei und trieben stolz die Herde vor uns her. Wow, wir fühlten uns supercool. Eine Hirtenfamilie lud uns auf ein Glas Ayran(Buttermilchgetränk) ein, welches wir dankend annahmen. Dabei konnten wir mal einen Einblick in das dort typische Leben gewinnen. Erst dachten wir es sind sehr arme Leute, aber aus den Gesprächen hörten wir heraus das ja diese grossen Ziegen/Schaf und Rinderherden ziemlich viel Wert hatten. Nur das diese Leute eben nicht soviel Wert legten auf Sachen die bei uns nicht mehr wegzudecken sind. Sie leben gesund in der und mit der Natur und werden 100 Jahre und wir die wir jeglichen luxus haben, wie alt werden wir im durchschnitt? Man sollte sich mal darüber Gedanken machen.
Zum Abendessen erwartete uns noch eine weitere türk. Specialität. Es wurden ganze Hähnchen am Spiess unter einem Metallbehälter gegrillt. Es sah alles sehr abenteuerlich aus, aber den Geschmack dieser Grillhähnchen werden wir wohl nie vergessen. Einfach super!
Am nächsten Morgen hiess es Zelte abbrechen und weiter gings in Richtung Dorf Baslar, wo wir Proviant frisch kauften und dann weiterzogen durch das Dalkatran Yayla. Die alten Pfade waren umsäumt von herrlichen Wäldern, überall roch es nach Kräutern. Unsere Abendrast sollte an einer Quelle sein, mit einer grossen Wiese, auf welcher unsere Pferde sich im Paradies glaubten. Kaum das wir das Lagerfeuer gezündet hatten, bekamen wir Besuch von Einheimischen. Sie waren gut gelaunt und fingen bald darauf zu singen und tanzen an. Wir anfangs noch etwas steif und gehemmt, liessen es uns aber nicht nehmen und sangen auch mit. Es war ein sehr lustiger Abend. Die letzte Strecke bis zu unserem Ziel ging durch das ewig grüne Tal, Gembos Ova. Dort sammelt sich das Wasser aus den Bergen und deshalb sind die Weiden und Felder besonders saftig. Wir konnten lange Strecken gut galoppieren und waren somit schnell am Zielort Pinarbasi angelangt.
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